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Zuchtbuch
Ein erstes "Internationales Zuchtbuch für Auerochsen (Nr. 1)" erschien
im Jahre 1980 im damaligen Ostberlin. Herausgeber und Initiator war
Prof. Dr. Dr. Heinrich DATHE, Direktor des Tierparks Berlin. Das
Zuchtbuch erfaßte seinerzeit 88 in deutschen, österreichischen,
schweizerischen und französischen Zoos und Wildparks lebende
rückgezüchtete Tiere, die allesamt aus den ursprünglichen Beständen des
Tierparks Hellabrunn in München stammten (Stand 23. 06. 1978). Die in
Berlin durch den Zoodirektor Prof. Dr. Lutz HECK gezüchteten
Kreuzungstiere sind - soweit bekannt - im zweiten Weltkrieg
untergegangen. Zuchtbuchführer des ersten Zuchtbuches war Herr Dr.
Joachim HAENSEL. Weitere Hinweise siehe unter "News"
21. Juni 2003:
Teil 1: Erstes Zuchtbuch für Auerochsen vom Januar 1980 und
14.Dezember 2004
Teil 2: Erstes Zuchtbuch für Auerochsen vom Januar 1980
Das internationale Zuchtbuch fand eine Fortsetzung im Jahr 1985 mit der
Zusammenfassung der Ausgaben Nr. 2, 3, 4, 5 und 6. Der Zuchtbuchführer,
Herr Dr. Joachim HAENSEL hat in den dazwischenliegenden Jahren eine
bedeutende Arbeit geleistet und die, bis in die Ursprungsjahre 1934
zurückliegenden Aufzeichnungen über die Rückzüchtung des Auerochsen in
München, Berlin und anderen Zuchtstandorten, sowie dessen weitere
Entwicklung recherchiert. Ohne diese fundamentale und einzigartige
Leistung wäre die Fortführung des Zuchtbuches in der heutigen Form
nicht möglich. Das zweite "Internationale Zuchtbuch für Auerochsen Nr.
2, 3, 4, 5 und 6" weist für das Jahr 1984 einen Bestand von 189
rückgezüchteten Auerochsen in Tiergärten und Wildparks, privaten
Haltungen und Reservaten nach. Aufgenommen wurde auch der erste, seit
1981 bestehende landwirtschaftliche Züchterbetrieb, der seinerzeit 15
Tiere auf einer Fläche von ca. 13 ha hielt. Im internationalen
Zuchtbuch 1985 waren Bestände aus folgenden Ländern erfaßt: Belgien,
CSSR (die damalige Tschechoslowakei), Dänemark, Deutschland (die
damalige BRD und DDR), Frankreich, Niederlande, Österreich, Schweiz und
Ungarn.
Die erste Ausgabe "Deutsches Zuchtbuch der Auerochsen" des VFA (Verein
zur Förderung der Auerochsenzucht e.V) erschien in dessen Gründungsjahr
und wurde durch die Zuchtbuchführerin, Dipl. Biologin Anette PERREY
erarbeitet. Per Stand 30. 09 1997 erfaßte das Zuchtbuch 17
Zuchtstandorte in Deutschland mit insgesamt 166 Tieren. In den
folgenden Zuchtbuchausgaben wurden folgende Bestände registriert: 1998
= 226 Tiere, 1999 = 272 Tiere, 2000 = 420 Tiere, 2001= 385 Tiere, wobei
jeweils zwischen Zuchtbuch A (Heckrinder mit Abstammungsnachweis) und
Zuchtbuch B (Kreuzungen) unterschieden wurde. Im Jahr 2001 haben
bedauerlicherweise nicht alle Zuchtstandorte ihre Tiere gemeldet. Im
September 2004 erscheint das "Deutsche Zuchtbuch der Auerochsen" als
Zusammenfassung für die Jahre 2002, 2003 und 2004. Erfaßt werden sollen
nach Möglichkeit auch Bestände in deutschsprachigen Ländern, wie auch
Bestände im europäischen Ausland, die unter deutscher Obhut gehalten
werden.