Mit dem Wild- und Freizeitpark Höllohe entsteht ein neuer Zuchtstandort in Ostbayern

Wild- und Freizeitpark Höllohe neuer Zuchtstandort in Ostbayern

Höllohe-Geschäftsführer Lukas Reichl, Landrat Thomas Ebeling, Fördervereins-Vorsitzender Georg Duschinger
Foto: © Laura Kohl, Landkreis Schwandorf

Im Rahmen eines groß angelegten Erweiterungs-Projektes sind im November 2025 die ersten drei Heckrinder in den Wild- und Freizeitpark Höllohe bei Teublitz eingezogen. Der Wildpark Höllohe ist seit 2023 Mitglied im Verein zur Förderung der Auerochsenzucht (VFA) e.V. Als Einrichtung des Landkreises Schwandorf verfolgt der Park das Ziel, vor allem heimische Wildtierarten sowie traditionelle Haustierrassen einem breiten Publikum näherzubringen. Der Eintritt in den Wildpark ist frei – und so zählen vor allem junge Familien und die immer wiederkehrenden Höllohe-Stammgäste zu den zahlreichen Besuchern.

Mit den Heckrindern wurde das Angebot nun sinnvoll erweitert: Die robusten Tiere passen hervorragend in das Konzept des Parks und spiegeln die landwirtschaftliche Umgebung um die Höllohe wider, in der Rinder schon immer weit verbreitet sind. Für die Besucher ergibt sich dadurch die Möglichkeit, die ursprüngliche, wilde Form des Hausrinds kennenzulernen. Die großen, dunklen Tiere stellen eine spannende Ergänzung neben den bereits vorhandenen Hirscharten, Wildschweinen, Ziegenrassen oder Fasanen dar. Entsprechend lag es nahe, dass der Förderverein des Wildparks sich die Aufnahme der Auerochsen in den Wildpark wünschte.

In den vergangenen fünf Jahren ist so mit sehr großer finanzieller Unterstützung des Fördervereins auf einer rund zwei Hektar großen Fläche ein neues Gehege für die Auerochsen entstanden. Die Anlage umfasst neben Weideflächen auch ein angrenzendes Waldstück, das den Tieren zusätzlichen Platz bietet. Ergänzt wird das Gehege durch einen Unterstand sowie einen Behandlungsstall mit langem Treibgang. Platz finden auf der Weide sollen zunächst vier adulte Tiere einschließlich Nachwuchs.
Im November 2025 konnten dann die ersten drei Tiere in das Areal einziehen. Der „Chef“ im Wildpark, Landrat Thomas Ebeling, zeigte sich bei der anschließenden Vorstellung der „imposanten“ Tiere begeistert. Luja, Luma und Luani kommen vom benachbarten Standort Mages bei Leuchtenberg. Für die Tiere bedeutete dies erst einmal Umgewöhnung. Von der ruhigen, bewaldeten Weide in Hanglage von Michael Mages gings in den geschäftigen Wildpark mit vielen neuen Gesichtern. Inzwischen haben die drei robusten Weibchen den ersten Winter im Wildpark schon überstanden und sich in die neuen Gegebenheiten voll eingelebt.

Die Abstammung der Tiere, alle Tiere aus dem Zuchtbuch A, kann über zehn Generationen bis in die 1950er Jahre auf die Herde in Hellabrunn zurückverfolgt werden. Auch damit schließt sich für die Höllohe der Kreis, denn der Wildpark Höllohe wird seit Jahren durch Herrn Professor Dr. Henning Wiesner, den langjährigen Direktor des Tierpark Hellabrunn, betreut.

Im Sommer 2026 soll jetzt noch ein Stier folgen, damit auch mit der Zucht begonnen werden kann.

Fotos: Höllohe-Geschäftsführer Lukas Reichl